Geboren wurden die Galaxy Dancers durch einen
Führungswechsel ihrer Gesellschaft KG Oecher Prente 1988 e.V.
Der ehemalige Vizepräsident Dirk Lander (zwischenzeitlich Präsident des TSZ
Aachen) hatte die Idee, eine professionelle Tanzabteilung zu gründen. Die
Tänzer sollten durch einen ausgebildeten Trainer im karnevalistischen
Bereich soweit geschult werden, das man nicht nur Karneval, sondern
ganzjährig bei verschiedenen Veranstaltungen und Anlässen sein Programm
vorführen konnte.Die Tänzer sollten mit einem entsprechenden Gehalt und
einheitlicher Kleidung für ihr Engagement belohnt werden. Hierzu sollte es
allerdings nie kommen.Ein Trainer war sehr schnell gefunden, was damals
nicht schwer fiel, da Elmar Bosold die Tanzabteilung der Gesellschaft im
Garde- und Showtanzsport in allen Klassen schon erfolgreich trainierte. Da
Elmar Bosold für alle Tänzer und Karnevalsvereine im Kreis Aachen ein
Begriff ist, was den karnevalistischen Tanzsport angeht, waren schnell
entsprechende Tänzer, mit einer notwendigen tänzerischen Vorbildung
gefunden. Das Konzept was ihnen vorgestellt wurde, gefiel ausgesprochen gut.
Jetzt war es an der Zeit die schwierigste Hürde zu nehmen, den Vorstand der
KG Oecher Prente 1988 e.V. vom neuen Aufbau der Tanzabteilung zu überzeugen.
Michael Hamacher, neuer Präsident der Gesellschaft war sehr schnell
begeistert und arbeitete zusammen mit Dirk Lander daran, auch die anderen
Vorstandsmitglieder von dem doch vielversprechendem Konzept zu überzeugen.
Diese Vorstandssitzung wurde eine der längsten in der kurzen Geschichte des
Vereins. Um halb vier Uhr morgens wurden alle nach Hause entlassen. Zurück
blieben zwei sehr zufriedene Gesichter, das des Präsidenten und dessen
Vertreter. Die Stunde der Geburt war vollendet.Doch etwas wichtiges fehlte.
Ein Name sollte sich bei Veranstaltern und natürlich auch bei den Zuschauern
einprägen. Nicht etwa „ die Showtanzgruppe der KG Oecher Prente“, sondern
etwas besonderes sollte es sein. Ort des Trainings war zum damaligen
Zeitpunkt das Galaxy Tanz-, Sport- und Fitnesszentrum in Eschweiler. Was
also lag näher die Gruppe Galaxy Dancers zu taufen. Somit war auch die
Namensgebung geklärt. Nicht ganz neu und phantasievoll, aber dieser Name
hatte sich bereits in wenigen Monaten einen „Namen“ in Aachen gemacht.
Die ersten Auftritte verliefen sehr erfolgreich. Auch das erste Turnier (ein
sehr wichtiges in der Aachener Karnevalszene) war ein Renner. Erstes
Turnier, erster Sieg. Ein Aufschrei ging durch Aachen. Es hieß: Alles
Profis, die Tänzer werden durch hohe Gagen eingekauft, Trainer Elmar Bosold
würde (man höre und staune) 50.000 Deutsche Mark im Jahr für sein Training
kassieren. Nein, das war alles falsch.
Zwischenzeitlich hatte uns nämlich Vizepräsident Dirk Lander aus privaten
Gründen verlassen. Nicht nur das plötzlich der Vater dieses Konzepts fehlte,
auch von dem versprochenen Gehalt und den Trainingsanzügen......... fehlte
jede Spur. Aber Trainer Elmar Bosold und Präsident Michael Hamacher hielten
an der Idee fest. Die Voraussetzungen waren jedoch ganz anders. Trotz
alledem blieben die Tänzer und arbeiteten nun entschlossener denn je daran,
die Galaxy Dancers nicht schon kurz nach ihrer Geburt wieder sterben zu
lassen.
Was noch anzumerken ist: Noch immer werden die Tänzer nicht bezahlt. Aber
die entsprechende Kleidung gibt es in verschiedenen Ausführungen. Das alles
haben sich die Tänzer hart erarbeitet. Nicht nur schweißtreibendes Training
wird verlangt, sondern auch Sponsorensuche und Betreuung wird hier groß
geschrieben. Die Gruppe ist mittlerweile auf 30 Tänzer angewachsen.